Allein? Niemals allein.

Benjamin Zeier
Apr. 15, 2022 • 1 min read

Es sind diese Momente im Leben, vor denen man ein Leben lang Angst haben kann. Oder eben nicht. Und wenn diese Momente doch Wirklichkeit werden, scheinen sie so unreal.

Am 9. April änderte sich in einem Moment alles schlagartig. Die Erinnerungen verschwimmen. Bilder erscheinen wie Blitze. Alles ging so schnell.

Unsere Tochter war mit einer Freundin im Garten spielen. Dann passierte ein schrecklicher Unfall. CT. Orientierungslosigkeit. Übelkeit. Gebet. Zweifel. Verlegung. Nebel. Nacht. Platzregen. Angst. Neurochirurgie. Entwicklungsland. Allein?

Jedes Wort steht für einen Moment, der unreal erschien und dennoch wahr war. Als das obige Bild am 10. April entstand, lag meine Tochter auf dem OP-Tisch. Ich kniete an ihrem Bett. Und der Neurochirurg tat sein Bestes, um die Fraktur wieder zu richten.

Zu stürmisch und zu wild waren diese Momente, als dass ich sie in Worte fassen könnte. Noch immer versuche ich zu Verstehen, wie wir durch all das hindurchgekommen sind. Und ich versuche den Moment zu finden, an dem ich alleine war. Vergebens! Nicht einen Moment allein. Nicht einen Moment verlassen. Nicht einen Wimpernschlag. Niemals allein!


Never alone
Never any breath alone
Never a thought or quiver alone of any kind
Never a beat or pulse or love for any
human soul alone
Alone is impossible, alone is death
but even then, never alone
Alone would be to live without
the womb of Divine oxygen surrounding
human spark and cell - there can be no alone.
Not even for enemies
Not even for emptiness herself and her vast taunts
and separation intent
There can be no alone
There is no space not filled with Divine presence
nor the envelope of Creator-breath
Alone is invention, lowbrow imagination
built to shelter human shame
the weapon that tried to slay its maker
Yet, even still
never alone

By Straham